Livingen und Gemeinwohl

Livingen ist nicht nur eine Frage des Naturschutzes. Es geht vor allem darum, dass für eine Regierung das Gemeinwohl vor Partikularinteressen zu stehen hat. Daran ändert auch eine leicht verkleinerte Version der privaten Shoppingmall mit Fussballstadion nichts.

Konkret heisst das, dass die Mittelstandsministerin die Interessen der Geschäftswelt – und die ihrer Kunden und Mitarbeiter – aus Bettemburg, Düdelingen und Umgebung, ja auch die aus Esch, Belval, Luxemburg und Peripherie, beachten muss und nicht nur jene eines einzelnen Immobilienpromotors. Beachtung des Gemeinwohls heisst, dass auch alle anderen Regierungsmitglieder allgemeine Güter und Werte gegenüber finanziellen Einzelinteressen hochhalten müssen, so zum Beispiel die Vermeidung von Verkehrsproblemen und von Landschaftszersiedelung.

Ob ein national wichtiges Vorhaben wie ein Sportstadion überhaupt in private Hände gehört und ob die private Livinger Lösung – wenn man auch die versteckten öffentlichen und Folgekosten einbezieht – wirklich die für die Allgemeinheit günstigste Variante darstellt, das muss uns die gesamte Regierung erläutern.

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