Für eine moderne öffentliche Bilanzierung

Wieder einmal wurden Staaten von der Finanzindustrie wegen hoher Schulden herabgestuft. Dabei sind Schulden an sich nichts Schlechtes, denn sie können zur Zukunftsinvestition dienen, wie jeder Wohnungskäufer und jeder Unternehmer weiβ.

Was, wenn ein Land hohe Schulden hat, deswegen aber eine moderne Infrastruktur? Dann braucht es in Zukunft weniger Ausgaben zu tätigen und kann also seine Schulden gut tilgen. Was sagt die hohe Pro-Kopf-Verschuldung einer Gemeinde im Vergleich zu einer anderen Gemeinde aus? Nichts, wenn man nicht das Alter und den Zustand der bestehenden Infrastruktur und den Bedarf an Reparaturen und an Neubauten in beiden Gemeinden kennt.

Deshalb wäre es sinnvoll, bei der Budgetierung des Staats und der Gemeinden endlich abzurücken von der veralteten Einnahmen/Ausgaben-Buchhaltung, hin zu einer Bilanzbuchhaltung, wie sie alle Betriebe führen. Eine solche Soll/Haben-Bilanz berücksichtigt nämlich durch die Amortisierung der Investitionen deren Alter und Restwert, weist die Besitztümer der öffentlichen Hand und ihren Wert aus und belegt die noch ausstehenden Zahlungen, sowohl auf der Einnahmenseite (z.B. ausstehende Steuereinnahmen), wie auf der Ausgabenseite (z.B. noch zu bezahlende Lieferanten).  Dies wäre der Garant einer modernen und für alle transparenten Finanzpolitik.

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