Wer braucht soviel Öl?

Ja es stimmt, wir können nicht alle unsere ungelösten Probleme den Nachbarn zuschustern, wir müssen unsere strategischen Ölreserven im Inland lagern. Auch in unseremkleinenLandgibt es noch geeignete Standorte, die an Schiene und Autobahn liegen, ohne durch die Nähe an Wohnvierteln, die Lebensqualität der Anwohner zu beeinträchtigen.

Wieso aber soll in Bascharage ein Tanklager in ein Naturschutzgebiet? Wieso ist die Regierung überhaupt so heiß darauf, diese europäische Natura-2000-Zone zu zerstören, indem sie Karten fälscht, eine Umgehungsstraße hindurch ziehen will und jetzt auch noch ein Tanklager darauf ansiedeln will? Es gibt doch gut angebundene und ungenutzte Industriebrachen im Süden des Landes.

Vor allem aber: warum brauchen wir so enorme Öllagerkapazitäten? Denn es geht hier um die Zeit nach 2020, weil die Genehmigungsprozeduren sich so lange hinziehen werden. Wird es den Tanktourismus in zehn Jahren noch geben, wo doch unsere EU-Partner auf Akzisenharmonisierung drängen? Da durch die zunehmende Knappheit die Ölpreise dauernd steigen, kann man überdies davon ausgehen, dass in Zukunft weniger Sprit verbraucht wird. Dasselbe gilt auch für Heizöl, denn in 15 bis 20 Jahren werden unsere Wohnungen viel weniger Energie vergeuden als bisher. In diesem Licht muss die Regierung ihre Ölkonsum-Prognosen neu erstellen.

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