Sparen am falschen Ende

Die Regierung hat in ihrem Spar-Budget für 2011 kaum bei den laufenden Ausgaben gebremst, dafür aber massiv die Investitionen zurückgefahren. Eine fatale Fehlentscheidung, denn Investments in dauerhafte Güter sind, falls sie gut überlegt sind, eine solide Geldanlage, ja sie rechtfertigen sogar Schulden, wie jeder Wohnungskäufer weiß.

Nehmen wir zum Beispiel die überfällige energetische Sanierung aller öffentlichen Gebäude, welche die Regierung – im Gegensatz zu einigen Gemeinden – einfach verschläft. Hier wird ganz klar an der falschen Stelle gespart: bei den prognostizierten ansteigenden Energiepreisen werden wir Jahr um Jahr viele Steuergelder beim Heizen verpulvern. Dagegen würden massive Investitionen zum jetzigen Zeitpunkt die Energierechnung über Jahrzehnte hinweg kürzen und gleichzeitig die Bau- und Handwerksbranche stützen. Wegen der Größe diverser staatlicher Verwaltungs- und Schulgebäude wäre sogar eine dezentrale Energieproduktion drin, die zusätzlich zum Portemonnaie unsere nationale CO2-Bilanz aufpolieren würde. Eine mehrfache Win-Win-Situation, die nur darauf wartet, politisch in Angriff genommen zu werden.

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